Über Altersvorsorge wird viel gesprochen und wenig gerechnet. Dabei braucht es für den ersten Überblick nur drei Zahlen – und keine davon steht in einem Produktprospekt.
Zahl 1: Was Sie im Alter brauchen
Nicht Ihr heutiges Nettoeinkommen, sondern Ihr tatsächlicher Bedarf. Manche Posten fallen weg (Sparraten, Berufskosten, oft die Immobilienfinanzierung), andere kommen dazu (Gesundheit, Reisen, Unterstützung im Haushalt). Wir rechnen in der Beratung meist mit 70 bis 85 Prozent des heutigen Nettobedarfs.
Zahl 2: Was tatsächlich kommt
Ihre jährliche Renteninformation nennt einen Betrag – brutto. Davon gehen Kranken- und Pflegeversicherung ab, und ein Teil der Rente ist steuerpflichtig. Aus 1.800 Euro brutto werden so schnell rund 1.500 Euro netto. Betriebliche Anwartschaften und private Verträge kommen dazu, sind aber ebenfalls zu verbeitragen oder zu versteuern.
Zahl 3: Was die Zeit damit macht
Bei zwei Prozent Inflation hat ein Euro in zwanzig Jahren noch etwa 67 Cent Kaufkraft. Eine Rentenlücke, die heute nach 400 Euro aussieht, ist bei Rentenbeginn deutlich größer. Deshalb rechnen wir Vorsorge grundsätzlich in heutiger Kaufkraft und weisen die Annahme offen aus.
Und dann?
Erst wenn die Lücke steht, hat die Produktfrage einen Sinn: betriebliche Altersvorsorge, geförderte Verträge, eine fondsgebundene Police oder schlicht ein Depot. Wer die Reihenfolge umdreht und mit dem Produkt anfängt, kauft am Ende das, was gerade verkauft wird.
Was Sie jetzt tun können
Legen Sie Ihre Renteninformation bereit und rechnen Sie die drei Zahlen aus. Welche Wege es danach gibt, haben wir unter Lösungen sortiert. Bevor Sie an die Altersvorsorge gehen, lohnt ein Blick auf die Arbeitskraft – dazu der Beitrag fünf Fehler bei der Berufsunfähigkeitsversicherung. Fragen dazu beantworten wir als Versicherungsmakler in Pfullendorf kostenfrei.
Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Beratung.